Biographie

Graf Hieronymus Colloredo-Mansfeld

Dem Feinde furchtbar, den Seinen teuer

Graf Hieronymus Colloredo-Mansfeld

Graf Hieronymus Colloredo-Mansfeld wurde am 30.März 1775 (also genau vor 230 ) in Wetzlar, welches in der Nähe von Frankfurt in Deutschland liegt, geboren.
Schon als 17-jähriger trat er 1792 im Range eines Oberleutnants in die Armee ein. Bereits ein Jahr später bewährte er sich als Capitän-Lieutnant und Kommandant einer Grenadierkompanie bei der Erstürmung von Dünkirchen durch große Tapferkeit.
Als Hauptmann schließlich geriet er bei Condé in harte französische Kriegsgefangenschaft, aus der er, nachdem er mit dem Tod bedroht wurde, durch List und Entschlossenheit entkommen konnte. Im Feldzug 1796 wurde er am 8.August des selben Jahres bei Gefechten um die Bregenzer Klause schwer verwundet, konnte allerdings nach vier Monaten den Dienst, nun zum Major befördert, wieder antreten.
Zwei Jahre später behauptete er sich bei Winterthur mit solch beispiellosen Mute, dass er eine wichtige Brücke unbeschädigt nehmen konnte und so eine wichtige Vorraussetzung für die Zerschlagung des Feindes schaffte.
Nur wenig später, nämlich im Jahr1800, wurde der Graf zum Oberst befördert. Er wurde durch freiwilliges Engagement, Mut und Entschlossenheit schon bald zum Kommandanten des Infanterieregiments Nr.2 ernannt. 1805 erfolgte schließlich nach weiteren Bewährungen die Beförderung zum General-Major und Brigadekommandanten. Im selben Jahr bewährte er sich in der Schlacht bei Caldiero dermaßen, dass er mit dem Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresiens-Ordens ausgezeichnet wurde. Anbei sei nun die Waffentat die zu dieser Verleihung führte etwas näher erläutert:
...der Feind drang bis nahe an die Verschanzungen vor. Sein überlegenes concentrisches Feuer hatte bereits die meisten Artilleristen und über 200 Mann von der Besatzung in der Schanze, (...), getötet und verwundet, und rückte entlang dem Damme vor, der nur von einer Plattform bestrichen werden konnte (...). Auf diese Plattform richtete der Feind ein solch verheerendes Feuer, dass unsere Soldaten dem selben zu widerstehen nicht vermochten und sich zu schützen suchten. Da eilte der General Graf Colloredo (Mansfeld) auf die bedrohte Stelle, sammelte die Mannschaften und Offiziere um seine Person und eiferte sie zur erneuten Bedienung der Geschütze an.
Nur vier Jahre später bewährte sich Graf Hieronymus Colloredo-Mansfeld im Feldzug gegen Italien dermaßen als Feldherr, insbesondere wurde seine kluge Ausdauer und Tapferkeit erwähnt, dass er mit dem Commandeurskreuz des Militär-Maria-Theresiens-Ordens ausgezeichnet wurde. Gleichzeitig erfolgte die Beförderung zum Feldmarschall-Leutnant und die Ernennung zum Inhaber des Infanterieregiments Nr.33.
1813 zog Graf Colloredo-Mansfeld erneut für Österreich in den Krieg und beteiligte sich maßgeblich an der Erstürmung Dresdens wobei ihm drei Pferde unter dem Leibe getötet wurden. Bei der Schlacht um Kulm wurde er auf Grund seines entscheidenden Eingreifens zum Feldzeugmeister befördert. Heute erinnert noch ein Denkmal in Kulm an dieses Ereignis, es trägt die Inschrift: Das österreichische Heer einem seiner Führer am Felde seines Ruhmes.
Nach dem Krieg wurde Graf Hieronymus Colloredo-Mansfeld zum Inspektor der Fußtruppen in Böhmen ernannt.
Am 23.Juli 1822 verstarb er auf Grund der Folgen seiner zahlreichen Verwundungen in Wien.