Unsere Werte, eine Überlegung!

Nachdem wir den Jahrgangsnamen gefunden hatten, begannen wir in Arbeitsgruppen heraus zu finden, was eigentlich unsere Werte sind, für welche wir stehen wollen und wodurch oder wofür wir in Erinnerung bleiben wollen?
Ein Ziel vor Augen zu haben, an dem wir diese Jahre hindurch arbeiten können, sollen und auch wollen, zu wissen wohin wir wollen und uns selbst immer wieder überprüfen zu können, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind, wird eine entscheidende Rolle spielen. Werte, für die wir als Jahrgang, aber auch als einzelner einstehen und die wir auch bereit sind, vorzuleben!

Unser Wahlspruch „Dem Feinde furchtbar, den Seinen teuer“ lässt sich auf verschiedenste Weisen interpretieren. Eine Interpretationsmöglichkeit wollen wir hier nun darstellen.

Zuerst zum ersten Teil unseres Leitspruchs, „Dem Feinde furchtbar“.
In der heutigen Zeit werden wir es in unserem Job immer mehr mit Einsätzen im Ausland zu tun haben. Einerseits friedenserhaltende andererseits auch friedensschaffende Einätze. Wir müssen damit rechnen, dass der Feind nicht immer eindeutig als solcher zu erkennen sein wird.
Was müssen wir nun aus der Theresianischen Militärakademie mitnehmen? Es liegt an jedem einzelnen selber, was er nun mitnimmt!
Militärakademie ist nicht nur Schulzeit, das so zu sehen, ist eine eigene Mentalität, sondern der Anfang eines langen Weges, auf dem jeder schon sehr viel mitnehmen kann und auch soll. Das spart einem in weiterer Folge enorm viel Energie die man sonst aufwenden müsste, um es nachzulernen. Oft ist es besser nicht den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, sondern den, auf dem man möglichst nachhaltig das dargebotene Wissen aufnehmen kann!

„You can´t have the fruits without the roots“ ist ein in Amerika sehr geläufiges Sprichwort. Das was wir auf der MilAk lernen, werden die Wurzeln des Baumes sein, von dem wir im Ernstfall dann die Früchte ernten wollen. Dazu bedarf es natürlich von uns gegenüber der Lehre offen zu sein. Wir müssen natürlich dafür die dargebotenen Möglichkeiten (Vorträge, aber auch Lehrveranstaltungen) dementsprechend nützen und uns nicht nur berieseln lassen.
Es muss zu einem unserer Bestreben werden an der Entwicklung des Studiengangs im uns möglichen Rahmen mitzuwirken.

„Den Seinen teuer“ ist der zweite Teil unseres Jahrgangsspruchs, den man zum Beispiel folgendermaßen interpretieren kann.
Es muss uns ein Anliegen sein den andern Jahrgängen Kameradschaft im und unter den Jahrgängen zu lehren und zu versuchen positive Traditionen der Militärakademie aufrecht zu halten.
Proaktiv sein, Eigeninitiative, sich einbringen, seine kreativen Vorstellungen darbieten, geht nur in einem offenen Klima, daher muss es uns ein Anliegen sein für dieses Klima auf der gesamten Militärakademie zu sorgen.

Ein weiteres Ziel von uns muss es sein die Akzeptanz des Anderen im Jahrgang und der anderen Jahrgänge untereinander zu stärken und zu versuchen bei auftretenden Problemen diese, einmal aus der Sicht des Anderen zu sehen und verstehen zu versuchen. Wir müssen unter anderem auch lernen unterschiedliche Ansichten als Chance zu sehen, eine gemeinsame bessere Lösung zu finden! Unser Ziel ist es Synergien zu finden und zu nutzen. Wir leben in einer Gemeinschaft, obwohl Einzelstudium, und dürfen nicht nur auf den eigenen Nutzen schauen, sondern auf das Beste für alle. Teilweise wird es einfach nötig seine eigenen Bedürfnisse zurückstellen zu können und zu versuchen das eigene Handeln in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Selbstdisziplin sich auch als Untergebender so zu verhalten, wie man es selbst als Kommmandant verlangen würde.

Werte sind wie Fingerabdrücke, niemand hat die Selben, aber man hinterlässt sie überall, wo man etwas tut bzw. auftaucht. Das Wichtigste wird sein, dass dieses Bekenntnis zu unsern Werten, kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern dass wir diese Werte leben! Es darf niemand danach fragen müssen, was unsere Werte sind, was unser Leitbild ist, sondern man muss es an unserem Handeln erkennen können!
Nur wenn wir unser eigenes Handeln immer wieder aufs Neue kritisch betrachten und uns fragen ob wir wirklich noch am richtigen Weg sind, kann dieser Weg auch ans Ziel führen.
Das wird unsere Aufgabe sein, jedes mal wenn unser Leitspruch ertönt, wenn wir auf unser Jahrgangsabzeichen schauen, wenn wir den Namen Colloredo-Mansfeld sprechen, schreiben oder hören, zu überprüfen, ob wir noch auf unserem Weg sind, unsere Werte zu verwirklichen, damit von uns vielleicht einmal gesagt werden kann, er war

"Dem Feinde furchtbar, den Seinen teuer"

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